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bachelor-wissen.de: Lösungen zum Titel
"Mediengeschichte"
Hier finden Sie die im Buch gekennzeichneten Lösungen.

Einheit 1     Einheit 2     Einheit 3     Einheit 4     Einheit 5     Einheit 6   Einheit 7     Einheit 8     Einheit 9     Einheit 10   Einheit 11   Einheit 12

Einheit 13   Einheit 14   


Einheit 1:

zu 1: siehe Abschnitt 1.1.4, S. 4-5.

zu 2: siehe Abschnitt 1.2.2, S. 7-8.

zu 3: siehe Abschnitt 1.2.6 Semiotische Ebenen: Syntax, Semantik, Pragmatik S. 10.

zu 4: Im Verkehrszeichen Schleudergefahr finden symbolische und ikonische Zeichentypen Verwendung. Durch die Dreiecksform und die rote Umrandung verweist es symbolisch (auf Konvention beruhend) auf eine Gefahr hin. Durch das schematisch dargestellte Auto und die Schlingerspuren zeigt es ikonisch die Art der Gefährdung an. (Vgl. Abschnitt 1.2.5 S. 9-10.)

zu 5: Beim Geldabheben an einem Bankautomaten handelt es sich um einen Reiz-Reaktions-Prozess. Solche sind gekennzeichnet durch Automatisierung. D.h. der Prozess kann nur funktionieren oder nicht funktionieren, es gibt jedoch keinen Interpretationsspielraum bei der Vermittlung der Information. Interpretationsspielräume gibt es nur bei Kommunikationsprozessen, die zwischen Personen ablaufen und bei denen Verständnisprobleme und Missverständnisse auftreten können.

zu 6: Ein hoher Informationsgehalt kann problematisch sein, wenn mit Störungen bei der Übertragung oder beim Empfang der Botschaft gerechnet werden muss. Hier empfiehlt es sich, Redundanz in den Kommunikationsprozess einzubauen. Beispiele wären das Wiederholen einer Botschaft im Funkverkehr oder das Wiederholen einer durchgegebenen Nummer am Telefon. Bei mündlicher Kommunikation empfiehlt es sich grundsätzlich, mehr Redundanz zu integrieren, da die Empfänger nicht die Möglichkeit haben, die Geschwindigkeit der Informationsübertragung nach ihrer Aufnahmefähigkeit zu steuern oder wie beim Lesen den Rezeptionsvorgang einfach zu wiederholen.

zu 7: Das Plakat zeigt auf der Bildebene im unteren Drittel einen Ausschnitt der Erdkugel aus dem Weltall betrachtet. Im oberen Bildfeld berühren sich die Zeigefinger der Hand eines Kindes und einer Hand, die zwar menschenähnlich ist, jedoch über unnatürlich dünne und lange Glieder verfügt. Worum es sich dabei handelt, wird erst durch die Textebene klar. Es handelt sich offenbar um die Hand eines Außerirdischen, denn die Mitte des Plakats wird von dem Schriftzug „E.T. The Extra-Terrestrial“ eingenommen. Der Hinweis darüber „A Steven Spielberg Film“ macht auch beim erstmaligen Betrachten deutlich, dass es sich dabei um das Werbeplakat zu einem Film handelt. Dessen Inhalt wird angedeutet durch den Text am oberen Bildrand „His Adventure on Earth“.
Sprache und Bilder unterscheiden sich in ihrer Funktionsweise als Zeichen. Obwohl es sich bei dem Plakat um gegenständliche Abbildungen handelt, die zum Teil auch eindeutig zuordenbar sind, eröffnet das Bild insgesamt doch einen hohen Interpretationsbedarf, der nur durch den Rückgriff auf Sprache befriedigt werden kann. Die bildliche Darstellung bringt in sich eine Spannung hervor, da sie in fotorealistischer Weise Glieder des fiktiven Außerirdischen zeigt.
Das Bildmotiv der sich berührenden Hände eröffnet einen Verweisungsreichtum, der weit über den beworbenen Film hinausweist. Denn es zitiert ein bekanntes und unzählige Male reproduziertes Detail aus Michelangelos Fresko „Die Erschaffung Adams“ aus der Sixtinischen Kapelle. Um diesen Bezug zu erkennen, ist beim Betrachter freilich die Kenntnis des kunsthistorischen Vorbildes erforderlich. Diese alleine genügt jedoch noch nicht, denn die Bedeutung des Bildes erschließt sich erst durch die Textkenntnis der biblischen Schöpfungsgeschichte. Daraus wird erkennbar, dass es sich bei Michelangelo um Gott, den Schöpfer und sein irdisches Geschöpf Adam handelt, deren Hände sich berühren. Dieses Motiv greift das Filmplakat auf und profaniert es gleichzeitig. Denn die menschliche Hand berührt dort zwar die Hand eines außerirdischen, nicht jedoch überirdischen im Sinne von göttlichen Wesen. Dieser Verweisungsreichtum des Plakats eröffnet sich nur durch das Zusammenspiel von bildhaften und sprachlichen Zeichen und durch die Kenntnis von Text- und Bildtraditionen.




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